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Marburgs OB Egon Vaupel mit Drachenkindern und sifu Andreas Zerndt (rechts) sowie guro Kai Spintig

 

Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel eröffnete Tag der offenen Tür. Tausende Marburger seit 1994 im Kampfkunstzentrum Marburg.

Das Kampfkunst Zentrum Marburg, früher: Asia-Zentrum, feierte sein 20-Jahre-Jubiläum und öffnete am Samstag seine Pforten für alle Marburger.. Viele Wagemutige von 4-64 Jahren ließen sich vor den bunten Zuschauerrängen zu kleinen Probetrainings mit den Meistern animieren. Von KungFu über Tai Chi bis hin zu Thaiboxen konnte alles ausprobiert werden. Sichtlich mit Spaß …

Jede Gruppe stellt sich rund 45 Minuten vor. Mit kurzen, knackigen Demonstrationen ihrer Kampfkunst. Danach wurden aus den Zuschauerreihen „Freiwillige“ jeglichen Alters, Männer und Frauen, ausgewählt. Mit ihnen zusammen führten die sifu, wie sich die Meister ihres jeweiligen Kampfkunst nennen, einfachere Übungen ausführten. Erstaunlicherweise gab es hier nicht das übliche Zögern von Zuschauern, sich bloß nicht als Erster zu melden. Viele Interessierte mussten auf die nächsten Tage vertröstet werden für ihr eigenes Probetraining.

Das Gegenüber achten, das eigene Wissen weitergeben und anderen zu helfen, sind Grundüberzeugungen der verschiedenen Kampfkünste. Deshalb war es den Leitern des Kampfkunstzentrums Marburg ein Anliegen, in Schulen außerhalb der eigenen vier Wände zu unterrichten. „Schüler brauchen ihre gewohnte Umgebung und vertraute Lehrkräfte um sich. “, beleuchtet Andreas Zerndt, KungFu Meister 6.Grades, einem Lehrer die Hintergründe ihres sozialen Engagements.

Die beiden Leiter umreißen das Training der Drachenkinder mit den Worten: „Kampfkunst und Spaß für Vorschulkinder ist kein Widerspruch.  Ein 4-6jähriges Vorschulkind lernt spielerisch und ohne Leistungsdruck, mit anderen zusammenzuarbeiten, zuzuhören und sich besser zu konzentrieren. Weiterhin das richtige Verhalten im Straßenverkehr und welche Gefahren im Haushalt  lauern. Sie verinnerlichen Sicherheits-Fähigkeiten wie den selbstbewussten Umgang mit Fremden“.

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Meister Andreas Zerndt, kleine Besucher und Drachenkinder bei gemeinsamen Übungen (Fotos: vrs)

Der Vater einer begeisterten KungFu Schülerin im Teenage-Alter erkundigte sich vorsichtig:“Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Darf ich kein Bier mehr trinken? Muss ich vegan leben? Ohne Fleisch ?“ Das Einzige was er mitbringen müsse, sei der Wille, kontinuierlich zu trainieren. Das Alter sei unerheblich. Was jemand isst oder trinkt, ob er raucht, wie er lebe, das ist selbst für chinesische Großmeister des KungFu unterschiedlich. Viele Wege führen nach Rom!

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Logo des Kampfkunstzentrum Marburg

Hintergrund-Infos zum Kampfkunstzentrum Marburg

Der Recklinghauser Schreiner Andreas Zerndt machte 1994 sein Hobby zum Beruf und wurde Kung Fu Meister (sifu bedeutet Lehrer, Vater) 6. Grades. Seit gut 15 Jahren fährt er zum jährlichen Training zu Sifu Lo Man Kam, einem Neffen des KungFu-Nestors und Großmeister Ip Man nach Taiwan. Er bildete den berühmten Bruce Lee aus. Andreas Zerndt gehört zu einer Handvoll Menschen, die direkt vom Meister ausgebildet wurden. Kai Spintig ist Dozent für Physiotherapie und  angehender Fachlehrer im Gesundheitswesen.

Das Zentrum unterrichtete nicht nur Mädchen und Jungen sondern bildete auch Sicherheits-Fachleute aus.

Kampfkunstzentrum Marburg 35039 Marburg, Ernst-Giller-Str. 20 (Hauseingang Marburger Tafel) Tel. 06421 – 64063 Internet: www.kampfkunstzentrum.de Facebook: https://de-de.facebook.com/ASIA.Zentrum.Marburg